Jetzt wird der Wahlkampf schmutzig. 


Im Beitrag der NN, Forchheim Stadt und Land vom 18.03.26 ist zu lesen, "offenbar zu retten, was nicht verloren werden darf". Der CSU-Politiker Hofmann kritisiert, dass sich die Parteioberen der SPD und die Grünen vor der Stichwahl zu Gunsten von Zimmermann entschieden haben. Und vermutet,  dass diese Wahlempfehlungen  auf die Versprechungen von Zimmermann auf  politische Ämter  zugunsten dieser Parteien zurückzuführen sind. Auch auf die CSU seien die SPD und Grüne zugegangen und hätten sich erkundigt, , was man ihnen anbieten könne. 

Dass man diese Aussagen von Hofmann deshalb so  abfällig bewertet, ist schon auffällig.  Man muss jemanden auch das Recht einräumen, seine Meinung, soweit sie nicht beleidigend oder persönlich ist, zu äußern. Dies als schmutzig zu bezeichnen, ist schon sehr überzogen und verliert damit auch die Souveränität und Glaubwürdigkeit der Presse. 

Ein gutes Beispiel wie man mit "Postenversprechen"  auch in der  Kommunalpolitik Partner beeinflussen kann, ist die Zusammenarbeit der SPD Gößweinstein mit dem bisherigen und hoffentlich auch weiteren Bürgermeister. Wahlmotiv der SPD 2020 war, "wir sind das Zünglein an der Waage". 

Siehe hier auch die Ausgangsposition des Wahlergebnisses 2020 in Gößweinstein mit der Frage, wieso die SPD den 2. Bürgermeister erhalten hat, der ihm rechnerisch gar nicht zusteht?  

Die CSU hatte zusammen mit der JUF  38,86 % Stimmenanteile, die FW mit der BMG 44,46 %, die SPD 16,50 %. Da fragt man sich als neutraler Beobachter, der ich ja jetzt bin, wieso die SPD den 2. Bürgermeister im wahrsten Sinne des Wortes angeln konnte. Eigentlich hätten vom Proporz her die FW und BMG den zweiten Bürgermeister beanspruchen können, aber man wollte zur Erlangung der absoluten Mehrheit einen willfährigen Partner, nämlich die SPD einbinden. So verteilt man die Pöstchen und lockt damit. Das ist Realität und Kommunalpolitik Zimmermann. Und die anderen machen das bestimmt genauso. 

Wie Abhängigkeit sich auswirkt, sieht man deutlich bei der Abstimmung zur Einschaltung eines unabhängigen Anwalts zur Prüfung des Kindergartenübernahmevertrages  mit dem Johannischen Sozialwerk. Die Überprüfung hätte keine wesentliche Verzögerung ergeben, aber Bürgermeister Zimmermann fühlte sich beleidigt, dass man ihm die juristische Überprüfung des Vertrages nicht zugetraut hatte. Mit den Stimmen der SPD wurde der CSU Antrag damit abgelehnt. Kein vernünftiger Mensch würde zur Sicherheit der Bürger einen solchen Prüfungsantrag ablehnen.  

Die Moral von der Geschicht, wer dich in  der Politik umgarnt,  vor dem sei gewarnt. 

 
 
 
 
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